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Colli Orientali

23 Weine7 Weingüter8 Weiß15 Rot

Es gibt Weine, die nur durch Zufall überlebt haben. Der Schioppettino verschwand in den Siebzigerjahren nicht allein wegen Mehltau oder Reblaus: Er verschwand, weil er nicht auf der Liste stand. Kein Gesetz verbot ihn ausdrücklich — er war schlicht nicht unter den zugelassenen Rebsorten aufgeführt, und was nicht vorgesehen ist, darf nicht gepflanzt werden. Er überlebte in den Zeilen jener, die ihn nicht ausreißen wollten, und wartete darauf, dass die Papiere ihn anerkannten. Es dauerte dreißig Jahre.

DAS GEBIET

Die Colli Orientali sind dieselbe Hügelwelle wie der Collio, nur von der anderen Seite gesehen. Sie ziehen sich über mehr als zweitausend Hektar durch die Provinz Udine, von Tarcento und Nimis im Norden bis Corno di Rosazzo im Süden, über Cividale und Prepotto: ein Bogen entlang der slowenischen Grenze, der dann nach Westen zur Ebene hin abknickt.

Unter den Füßen liegt die Ponca — so heißt sie auf Friaulisch — der Wechsel aus Mergel und Sandstein, der hier überall zutage tritt. Es ist Meeresboden des Paläogens, gehoben und gefaltet: Vor sechzig Millionen Jahren lag dieses Land unter Wasser, und unterseeische Rutschungen stapelten Schichten aus kalkigem Schlamm und Sand übereinander, die später erhärteten. Ponca zerfällt im Regen und verhärtet in der Sonne; sie hält wenig, und zwingt die Rebe in die Tiefe. Deshalb haben diese Weine mehr Spannung als Fülle.

DIE WEINE

Wenn der Collio ein Land der Weißweine ist, erzählt unsere Auswahl hier das Gegenteil: Zwei von drei Weinen sind rot. Das ist keine stilistische Entscheidung, sondern das, was diese Hügel am besten können.

Die Leitsorte ist der Schioppettino, einst Ribolla Nera genannt, 1282 urkundlich als Hochzeitswein in Cividale erwähnt. Der Name kommt vom friaulischen scopp, dem Knacken: vielleicht das der Beeren zwischen den Zähnen, vielleicht das der Korken, die sprangen, wenn die Säure die Gärung in der Flasche wieder in Gang setzte. Er ergibt Weine von schwarzem Pfeffer und dunkler Frucht, straff, nie schwer, die besser altern, als ihre Leichtigkeit vermuten lässt. Seit 2008 hat er eine eigene Unterzone, Schioppettino di Prepotto — die Anerkennung einer Rebsorte, die an einem Verwaltungsversehen fast zugrunde gegangen wäre.

Daneben wachsen der Refosco dal peduncolo rosso, von Natur aus dunkel und rau, und die längst eingebürgerten Bordeaux-Sorten: Merlot und Cabernet Franc, die hier an Gewicht verlieren und an Nerv gewinnen.

Unter den Weißen bleiben die Namen der Familie — Friulano, Pinot Grigio, Ribolla Gialla, Sauvignon — mit jener trockenen Salzigkeit, die die Ponca denen hinterlässt, die sie bebauen.

Gastronomie

Die von #cerchiorosso ausgewählten gastronomischen Spitzenleistungen für ein noch intensiveres Erlebnis in der Region. Typische und handwerkliche Produkte, biologisch und Slow-Food, die perfekt zu deinen Weinen passen!

WO MAN DAS GEBIET VERKOSTET

Alimentari Tomadin

Entstanden in den 1980er-Jahren, als Marisa Tomadin den Lebensmittelladen der Landwirtschaftlichen Genossenschaft von Cormons übernahm: Seit mehr als dreißig Jahren fördert Alimentari Tomadin mit Leidenschaft und Begeisterung die typischen Produkte des Collio sowie die regionale und nationale gastronomische Exzellenz.

Ristorante Rò

Unsere Tafel ist gedeckt, um mit anderen geteilt zu werden, und der Koch ist der Übersetzer, der die Gäste durch die Bedeutung der Speisen begleitet, die sie bedeckt. Wir beginnen mit dem, was unser Land bietet, um zu einer Erfahrung zu gelangen, die unser Gebiet widerspiegelt.

Weine

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